Um bei Brand- und Gefahrguteinsätzen effektiv Hilfe leisten zu können wird heutzutage besonders umluftunabhängiger Atemschutz  benötigt. 

Denn durch Verbreitung von Kunststoffen und anderen Materialen in Haushalten kommt es bei Bränden zu giftigen Gasen (Zyanid, Blausäure, Kohlendioxid, etc.). Selbst ein Fahrzeugbrand muss aufgrund der möglichen freigesetzten gefährlichen Stoffe unter Atemschutz bekämpft werden.

Es reichen wenige Atemzüge von dieser unsichtbaren Gefahr und man ist in kürzester Zeit bewusstlos und damit nicht mehr in der Lage sich selbstständig zu retten.

Der Atemschutz ermöglicht es eine Brandbekämpfung und die Menschenrettung  durchzuführen.

Dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Atemschutzgeräteträger/innen von der Feuerwehr in ein brennendes Objekt (z.B. Zimmerbrand) vorzudringen und am Brandherd eine dynamische Brandbekämpfung durchzuführen. Damit werden Brände effektiver gelöscht und Folgeschäden durch hohen Löschwassereinsatz begrenzt.

Zudem ist ohne Atemschutz keine Rettung von Personen aus brennenden Objekten möglich.

Vor über 25 Jahren erkannte der damalige 1. Bürgermeister F.X. Schmid und der damalige Gemeinderat die Wichtigkeit der Atemschutz-Technik für Feuerwehren. Es wurde beschlossen, mit der Indienststellung des derzeitigen Löschfahrzeuges im Jahre 1988, diese Technik auch bei der Feuerwehr Schiltberg einzuführen.

 

Bild Brandschutzübung 1988

 

Im Jahr 2011 beschlossen 1. Bürgermeister J. Schreier und die Gemeinderäte die Ersatzbeschaffung unserer Atemschutzgerätschaft, weil die bis dahin eingesetzten Atemschutzgeräte die notwendige Überprüfungsvorraussetzungen nicht mehr erfüllten. Es wurden neue hochwertige  Atemschutzgeräte von der Fa. Dräger beschafft.

Damit im Ernstfall alles reibungslos funktioniert  ist es wichtig, dass in regelmäßigen Abständen mit dieser Spezialausrüstung Ausbildungen durchgeführt werden.

Aufgrund der hohen körperlichen und psychischen Belastung von Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehr müssen alle Atemschutzgeräteträger/innen in regelmäßigen Abständen zur arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung um  festzustellen, ob gesundheitliche Bedenken gegen das Tragen von Atemschutzgeräten  bestehen.

Schon öfters könnte die Feuerwehr Schiltberg den Atemschutz bei Einsätzen, auch in den Nachbarschaftsgemeinden anwenden und dadurch größeren Sachschaden abwenden.

Nach den Einsätzen und Übungen ist das eingesetzte Gerät verschmutzt von Körperflüssigkeiten oder von Brandrauch kontaminiert. Damit im Ernstfall das Equipment funktionstüchtig ist werden die Atemschutzarmaturen  in der Atemschutzwerkstatt von der Feuerwehr Aichach gereinigt und überprüft.

In Schiltberg stehen wir mit circa  15 freiwilligen Atemschutzgeräteträger/innen zur Gefahrenabwehr bereit, um Ihnen im Notfall zu helfen.

 

 

 

Samstag, 20. Oktober 2018