In einer freiwilligen Feuerwehr unterscheidet man zwischen dem Feuerwehrverein und der aktiven Mannschaft. Verantwortlich für den Feuerwehrverein ist der Vorstand. Für die aktive Mannschaft der Kommandant.

Während sich der Verein auf typische Vereinstätigkeiten wie die Beteiligung am Weihnachtsmarkt, Nikolausdienst, Fahnenabordnung, Maibaumaufstellen, Starkbierfest und vieles mehr konzentriert, ist die Aufgabe der aktiven Mannschaft alles, was mit der Hilfeleistung am Bürger zu tun hat. Das heißt zu Einsätzen ausrücken, Aus- und Fortbildung, Wartung von Gerätschaften, Brandsicherheitswachen und vieles mehr.  

Brandschutz ist grundsätzlich eine Aufgabe der Gemeinde.

Deshalb untersteht die „aktive Feuerwehr“ seiner zuständigen Gemeinde, die diese auch einrichtet und erhält.

Das heißt, dass die Gemeinde unter anderem Gerätschaften, Schutzkleidung und Ausbildung finanziert. Und sie erstattet Arbeitgebern den Lohnausfall, wenn ein Kamerad aufgrund eines Einsatzes nicht zur Arbeit gehen kann.

 

Grundsätzlich dürfen Feuerwehrleute im Alter von 18 bis 63 Jahren zu Einsätzen ausrücken. Natürlich ist die körperliche und geistige Eignung Voraussetzung dafür.

Personen im Alter von 16 Jahren dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen ausrücken und sich noch nicht im akuten Gefahrenbereich aufhalten. Für Jugendliche, die jünger sind gilt es ihre Grundausbildung in unserer Jugendfeuerwehr zu absolvieren. An Einsätzen dürfen sie noch nicht teilnehmen.

 

In Bayern gibt es verschiedene Arten von Feuerwehren. Eine Art davon sind Berufsfeuerwehren. Die Feuerwehrtätigkeit wird dort von hauptberuflichen Kräften verrichtet. Es gibt in Bayern 7 davon. Die nächstgelegenen sind in Augsburg, Ingolstadt und München. Alle Feuerwehren dazwischen basieren auf freiwilligem Dienst.

 

Bei der Feuerwehr Schiltberg handelt es sich um eine Freiwillige Feuerwehr. Das heißt, die Mitglieder leisten freiwilligen Feuerwehrdienst und bekommen kein Geld dafür. Sie gehen ganz normalen beruflichen Tätigkeiten nach und üben ihr Amt in ihrer Freizeit aus. Es gibt in Bayern ca. 7670 Freiwillige Feuerwehren.

 

Die Mannschaft der Feuerwehr Schiltberg:

 

Derzeit besteht unsere aktive Mannschaft aus rund 50 Kameraden, die regelmäßig Übungen besuchen und zu Einsätzen ausrücken. Wir können uns auch über einige Frauen in unserer Mannschaft freuen.

Die Aufgaben der Feuerwehr bestehen aus Löschen, Bergen, Retten und Schützen. Durch vielerlei Veränderungen der modernen Technik, verändern sich auch die Aufgabenbereiche und die Technik der Feuerwehr.

So beschränkt sich die Arbeit der Feuerwehr schon lange nicht mehr auf Feuer löschen. Auch die Technische Hilfe bei Betriebs- und Verkehrsunfällen, die Tierrettung und erweiterte Erste Hilfemaßnahmen sind nur einige Tätigkeiten, die uns an Einsatzstellen erwarten. 

 Deshalb gibt es bei der Feuerwehr neben einer sehr umfangreichen Grundausbildung, die den Großteil des Aufgabenspektrums abdeckt, einige Spezialisierungen.

 

Atemschutzträger sind zum Beispiel darauf spezialisiert, in gefährlichen Umgebungen wie verrauchten Räumen zu arbeiten. Von Dort können sie durch ihre eigene Luftversorgung Personen retten, Brände löschen oder andere Aufträge erfüllen, die ohne Atemschutzgerät lebensgefährlich wären. Derzeit gibt es bei der Feuerwehr Schiltberg 12 Atemschutzträger.

 

Außerdem sind 10 Kameraden als Sanitäter bzw. Rettungsassistenten tätig. Zusammen mit unserer Sanitätsausrüstung ist es möglich an Einsatzstellen bereits vor Eintreffen eines Rettungswagens die Patienten so optimal wie möglich zu versorgen. Da es in Schiltberg im besten Fall ca. 12 Minuten dauert, bis ein Rettungswagen eintrifft, profitiert hier der Patient von unserer regelmäßigen Ausbildung und unserem Können.

Es besteht auch die Möglichkeit von Seiten der Leitstelle, bei einem akuten Mangel an Rettungsmitteln die Feuerwehr Schiltberg als sogenannte „First Responder“ zu alarmieren. Das heißt wir leisten erweiterte Erste Hilfe Maßnahmen um die lange Anfahrtszeit eines Rettungswagens zu überbrücken. So können die Überlebenschancen von kritischen Patienten verbessert werden.

 

Der „Maschinist“ ist ebenfalls eine gesonderte Ausbildung, die sich auf die Bedienung und Wartung feuerwehrtechnischer Maschinen und Aggregate konzentriert.

 

Sogenannte „Gruppenführer“ hingegen spezialisieren sich auf den Bereich Führung von Feuerwehreinheiten bei Einsätzen.

 

Man kann sagen, dass die Feuerwehrarbeit ein sehr vielseitiges Hobby ist, welches wichtig für die Sicherheit der Gesellschaft ist.

Aber in unseren Augen, ist es nicht nur ein Hobby, das sehr viel Verantwortung und Übung mit sich trägt, sondern auch eines, das Werte wie Kameradschaft und Teamgeist vermittelt. Obwohl nicht alle Einsätze immer leicht sind und man manchmal Tragödien miterlebt, haben wir Spaß dabei gemeinsam Menschen zu helfen, die in Not sind.

Wir sind zwar in der glücklichen Lage, zu fast allen Einsätzen unsere Fahrzeuge mit der Mindestausrückstärke besetzen zu können. Trotzdem würden wir uns sehr über Neuzugänge freuen, die bereit sind mit uns gemeinsam anderen Menschen zu helfen.

 

 

Sonntag, 16. Juni 2019