02.10.2021 Jahreshauptversammlung

 

Bild der Ehrungen: Von links 1. Bürgermeister Fabian Streit, Kreisbrandinspektor Otto Heizer, Felix Fresia, Stefan Rieblinger, Christian Hartl, Markus Bengeser, 1. Kommandant Stefan Schmid, 2. Vorstand Josef Schreier

 

Am 02.10.2021 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schiltberg statt. Stellvertretender Vereinsvorstand Josef Schreier begrüßte die rund 20-köpfige Mannschaft und richtete Genesungswünsche an die erste Vorsitzende Stephanie Lechner, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Versammlung erscheinen konnte.

Als nächstes berichtete Kommandant Stefan Schmid über das Jahr 2020 aus Sicht der aktiven Mannschaft. 28 Einsätze und 32 Übungen arbeiteten die Schiltberger Floriansjünger trotz strenger Auflagen durch die Corona-Pandemie in rund 334 Einsatz- und 690 Übungsstunden ab.

Im Anschluss berichtete Schmid von der etwas angespannten Lage der Atemschutzgeräteträger. Hierfür zeigte er anhand einer Präsentation des verhinderten Atemschutzleiters Uli Moser die Gesamtzahl der einsetzbaren Träger auf. Die Mindestanzahl von 12 Kameraden sei zwar erreicht, jedoch sei es nicht immer gegeben, dass untertags alle vier Geräte mit ausgebildeten Trägern besetzt werden können.

Weiter ging es direkt mit einer positiven Bilanz bei der Jugendfeuerwehr durch Jugendwart Christoph Weiß. Er konnte von einem Wachstum seiner Jugendtruppe von zwei auf elf junge Feuerwehranwärterinnen und Anwärtern berichten. Auch wurden im Bereich der Jugend fleißig Präsenz- und Onlineübungen absolviert, teils mit anderen Erwachsenen aus den Ortsteilwehren gemeinsam.

Nun präsentierte die erste Kassiererin Daniela Kroll die aktuellen Zahlen in der Vereinskasse und betonte dabei, dass aufgrund Corona viele Aktionen wie der Christbaumverkauf ausfallen mussten und sich deshalb auch auf den Konten nicht viel getan habe. Jedoch wurde neue Ausrüstung für den jährlichen Nikolausdienst angeschafft, da die bisherige Ausstattung bereits starke Gebrauchsspuren aufwies. Zudem berichtete Kroll, dass es aufgrund formeller Probleme für sie lange Zeit nicht möglich war, Zugriff auf die Konten zu erlangen. Deshalb wurden die Mitgliedsbeiträge erst spät abgebucht. Die Kasse wurde geprüft und Daniela hat eine sehr gute Arbeit geleistet, blickt man vor allem auf den schwierigen Standpunkt zu Beginn des Amtes, so Kassenprüfer und Ehrenvorstand Georg Gschoßmann, der zusammen mit Josef Hartl die Prüfung durchführte.

Anschließend berichtete Schriftführerin Sophie Schmid über die durch die Pandemie bedingt leider sehr überschaubaren Vereinsaktivitäten. Während zusammen mit den Ortsteilwehren ein Malwettbewerb mit einer Siegerehrung und der Nikolausdienst 2020 stattfinden konnten, mussten Aktivitäten wie das Maibaumaufstellen und der Christbaumverkauf abgesagt werden. Ob und in welchem Umfang diese in Zukunft wieder stattfinden können, muss noch geklärt werden, die Vorstandschaft stehe dem Ganzen jedoch positiv gegenüber. Man wolle diesmal vor allem beim Christbaumverkauf mit einer definitiven Aussage länger warten, damit man es dann nicht doch wieder so spontan wie vergangenen Jahres absagen müsse, so Schmid. Im Anschluss bedankte sie sich bei allen Mitgliedern für die Unterstützung bei der gesamten Datenerhebung, welche aufgrund Datenschutzverordnungen und anderer Auflagen dringend nötig war.

Der nächste Ordnungspunkt befasste sich mit dem aktuell schlechten Zustand der Vereinsfahne, welcher von Fahnenbegleiter Julian Pollanka in einer Präsentation und durch Auslage der Fahne aufgezeigt wurde. Im Anschluss wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, dass man ca. 7.000 Euro investiere, um die Fahne restaurieren zu lassen. Diese soll pünktlich zum 60-jährigen Fahnenjubiläum und dem 140-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2022 in neuem Glanz erstrahlen.

Darauf folgten lobende Worte von Kreisbrandinspektor Otto Heizer. Gleichzeitig informierte er über aktuelle Themen aus der Kreisbrandinspektion.

„Die Messlatte wird von Jahr zu Jahr höher, nach der diesjährigen Brandschutzübung im Sägewerk Ziegenaus, weiß ich nicht mehr wie man das noch toppen soll. Ihr übertrefft Euch jedes Jahr auf`s Neue“, lobte Bürgermeister Fabian Streit und gab zugleich bekannt dass die vergangenen und die nächsten Jahre rund 1 Million Euro in die Feuerwehren der Gemeinde investiert wurden, bzw. werden.

Zu Guter Letzt wurden die Ehrungen der Jahre 2020 und 2021 für lange Dienstzeit ausgesprochen. Geehrt wurden für 10 Jahre Felix Fresia, 20 Jahre Stefan Rieblinger und Christian Hartl, 25 Jahre Markus Bengeser und Bernhard Wälder, 30 Jahre Rudolf Helfer und Manfred Ostermayr, 40 Jahre Johann Stegmair und Albert Wagner.

Großübung im Sägewerk

 

Im Rahmen der Aktionswoche 2021 fand dieses Jahr in Schiltberg eine Großübung statt.

Alarmiert wurde zu einem angenommenen Brand in einem Sägewerk. Während die Feuerwehr Weilach und die Besatzung des Schiltberg 42/1 unter schwerem Atemschutz nach fünf vermissten Personen suchten, errichtete die Besatzung des Schiltberg 44/1, die Feuerwehren Rapperzell und Allenberg, sowie die Besatzung der Aichacher Drehleiter und des Löschfahrzeugs eine Riegelstellung um angrenzende Hallen, sowie das Wohnhaus zu schützen. Die Feuerwehr Ruppertszell trumpfte mit ihrer Geländegängigkeit und startete einen Löschangriff über eine gegenüberliegende Wiese an der Weilach. Weitere Kräfte der Feuerwehr Weilach übernahmen die Patientenversorgung.

Am Ende der Übung gab es eine kleine Ertüchtigung und lobende Worte von Kreisbrandinspektor Otto Heizer, Bürgermeister Fabian Streit und Werksinhaber Ziegenaus.

„Wir denken, nach dieser heutigen Übung hat jeder einzelne was für sich lernen können und so soll es auch sein“ so die Übungsleitung.  

Insgesamt beteiligten sich rund 75 Feuerwehrfrauen und –männer an der Übung.

Unser Dank gilt hierbei allen Beteiligten und besonders Anton Ziegenaus dafür, dass er uns sein Sägewerk zur Übung zur Verfügung gestellt hat.

Außerdem gilt auch ein großes Dankeschön an unseren Fotograf Olaf Köntopf.

Bericht: S.Schmid, Fotos: Olaf Köntopf

 

 

 

 

Ferienprogramm bei der Feuerwehr

Am vergangenen Samstag fand das Ferienprogramm der Feuerwehren der Gemeinde Schiltberg statt. Drei Stunden lang durften die 16 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Gemeindegebieten Schiltberg und Kühbach die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen. Nach einer kurzen Begrüßung von Jugendleiter und Organisator Christoph Weiß ging es auch direkt los. Zu Beginn wurden die Kinder in zwei Gruppen geteilt und die Feuerwehrautos gezeigt sowie die Beladung erklärt. Im Anschluss wurden die Kinder in noch kleinere Gruppen aufgeteilt, in denen verschiedene Stationen besucht wurden. Neben einem Parkourlauf, einer Löschübung mit dem Strahlrohr und der Bedienung von Hebekissen mussten die engagierten Besucher eine Person in einem „verrauchten“ Raum mittels Wärmebildkamera finden und sich am Löschtrainer mit dem Feuerlöscher beweisen.

Zum Abschluss gab es zur Stärkung noch eine Bratwurstsemmel.

Wir hoffen allen Kindern hat es gefallen und wir können vielleicht das ein oder andere Gesicht ab 12 Jahren bald in den Reihen der Jugendfeuerwehr begrüßen. :-)

 

Bericht: Sophie Schmid 

 

 

Die Feuerwehr Schiltberg ist in Sachen Hochwasser wieder einen großen Schritt weiter!

Rund zwei Jahre ist das letzte große Hochwasser in Schiltberg nun her.

Seitdem wurden viele Maßnahmen getroffen um solche Bilder der Verwüstung in Zukunft zu verhindern. Neben vielen baulichen Maßnahmen durch die Gemeinde, sind auch die Feuerwehren für solche Lagen noch besser ausgerüstet worden. Teilweise haben sich die Feuerwehren sogar selbst ausgestattet und viel Arbeit und Hirnschmalz für zukünftige Lösungen seitens Feuerwehr reingesteckt.

Wir möchten Euch unsere Ausrüstung in ein paar Punkten vorstellen:

 

Mobiler Hochwasserschutz

 

 

 

Rund 100 laufende Meter vom mobilen Hochwasserschutz wurden 2020 durch die Gemeinde beschafft. Voraussichtlich werden es demnächst noch mehr. Dieser kann jederzeit zur Einsatzstelle gebracht werden und durch reine Mannes- und Frauenkraft innerhalb kurzer Zeit errichtet werden.

 

Provisorischer Hochwasserschutz, Eigenbau

 

 

 

Vor kurzem wurde ein provisorischer Hochwasserschutz für den Bereich Bsuchweg fertig gestellt. Er wurde von vielen fleißigen Helfern aus günstigen Materialien, teils Alteisen, sowie Materialspenden gefertigt. Die rund 50 Meter lange Vorrichtung wurde bereits zweimal im Rahmen einer Übung errichtet. Wir sind zuversichtlich, dass im Falle eines weiteren Hochwassers dieses Provisorium betroffene Bereiche vor der Flut schützen kann. Die Lagerbox ist einsatznah am Bauhof eingelagert und mit Rädern versehen, sodass sie auch ohne Maschinen schnell zum Einsatz gebracht werden kann.

Hier gilt noch ein großer Dank an unsere Helfer

Josef Schmid,

Julian Pollanka,

Andreas Breitsameter,

Jens Führmann und

Stefan Schmid.

 

Außerdem möchten wir uns für die Materialspenden von

Josef Schreier,

Peter Kellerer,

Jens Führmann und

Josef Schmid bedanken.

 

 

Zwei Leistungsstarke Schmutzwasserpumpen

 

 

 

Neben der zusätzlichen neuen Gerätschaft, die mit dem neuen HLF 10 beschafft wurde, wurden die Feuerwehren Ruppertszell und Schiltberg vor kurzem mit jeweils einer leistungsstarken Schmutzwasserpumpe „Chiemsee B“ mit einer Förderleistung von 1800 Liter Schmutzwasser pro Minute ausgerüstet. Mit der Beschaffung des neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr Allenberg, wird auch dort eine Schmutzwasserpumpe „Chiemsee Mini“ verlastet.

 

Derzeit ist die Feuerwehr Schiltberg mit folgenden Pumpen, verteilt auf zwei Fahrzeugen ausgerüstet:

 

-        3x Tauchpumpe TP4 (400 Liter/min)

-        1x Schmutzwasserpumpe „Chiemsee Mini“ (1100 Liter/min)

-        1x Schmutzwasserpumpe „Chiemsee B“ (1800 Liter/min)

-        1x Nasssauger (Abpumpen niedriger Wasserstände)  

-        1x Vorbaupumpe (angebaut am TSF 800 Liter/min)

-        1x Tragkraftspritze (800 Liter/min)

 

Zusammen mit unseren Ortsteilfeuerwehren, die ebenfalls gut ausgerüstet sind, bilden wir ein schlagkräftiges Team. Ein großes Dankeschön an die Gemeinde für das Vertrauen und die Unterstützung. Wir möchten uns hier auch nochmals ausdrücklich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz und ihr Engagement bei den zahlreichen Übungen bedanken.

 

Einsatzleittafel

 

 

 

In der letzten Hochwasserlage hat es sich bewährt, dass Einsätze in dieser Größenordnung zentral geführt werden. Um hier die Arbeit der Einsatzführung zu erleichtern haben Andreas Lutz und Stefan Schmid ein System entwickelt, um im Gerätehaus Schiltberg eine Einsatzleitung einzurichten. Die kleinen magnetischen Tafeln mit abnehmbarer Gerätschaft soll es erleichtern nachzuvollziehen, welche Geräte in welchen Einsatzabschnitten gebunden sind und evtl. noch zur Verfügung stehen.

 

Info-Ordner

 

 

Mit den Unterstützern Rebecca Reiner, Christian Hartl und Andreas Lutz hat Kommandant Stefan Schmid vier Infoordner erstellt. Darin sind viele nützliche Infos für den Einsatz enthalten. Von Hydrantenplänen über Feuerwehrpläne für Grundschule und Kindergarten und Taschenkarten für Reptilieneinsätze, bis hin zu taktischem Kartenmaterial für Waldbrandeinsätze und eben Kurzanweisungen für mehrere Einsatzabschnitte bei einer Hochwasserlage in Schiltberg ist alles dabei.

Die Anweisungen wurde so erstellt, dass auch eine Feuerwehr, die nicht aus dem Gemeindegebiet Schiltberg kommt und nicht ortskundig ist, trotzdem einen Einsatzabschnitt übernehmen kann.

 

Zum Abschluss ist noch zu sagen:

Die beste Ausrüstung und Vorbereitung bringt nichts, wenn die beginnende Hochwasserlage nicht frühzeitig erkannt wird. Beim Einsatz vor zwei Jahren spitzte sich die Lage langsam zu, bis dann schlagartig die Wassermassen kamen.

Es ist deshalb sehr wichtig die Wasserstände genau zu beobachten und Bedenken frühzeitig anzumelden. Deshalb sind wir hier auf die Hilfe der Bürger, vor allem der Anwohner angewiesen.

Immerhin muss auch ein mobiler Hochwasserschutz vorgeladen und aufgebaut, nötige Kräfte alarmiert und eingewiesen, sowie der Verkehr gesichert werden.

Kommt dieser Ablauf erst ins Rollen wenn das Wasser schon vor der Haustüre steht, ist es bereits zu spät um von Schutz zu sprechen. Dann bleibt für die Feuerwehr nur noch die Arbeit der Schadensbegrenzung.

Bericht: S.Schmid 

 

 

Präsenzübungen laufen wieder an

 

 (Eine von vier Maschinisten-Übungen)

 

Nach langer Pause aktiver Übungen laufen nun die praktischen Übungen wieder an.

Für Feuerwehren gelten trotz Corona Ausnahmeregelungen, von denen nun auch die Feuerwehr Schiltberg Gebrauch macht.

Praktische Übungen sind wichtig, damit man sein Handwerk nicht verlernt. Die Verantwortlichen der Feuerwehr müssen ganz klar abwägen, welches Risiko größer ist. Die Gefährdung der Einsatzbereitschaft durch Ansteckung oder die Gefährdung der Einsatzbereitschaft da nicht mehr sichergestellt ist, dass die Mannschaft die für den Einsatz nötige Gerätschaft beherrscht.

„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir was tun müssen. Wir können nicht mehr länger warten“, so Kommandant Stefan Schmid.

Theoretische Kenntnisse konnten weiterhin über Onlineschulungen vermittelt werden. Praxisübungen können dadurch aber nicht ersetzt werden.

Deshalb finden derzeit vermehrt Maschinisten- und Geräteübungen mit wenigen Teilnehmern statt. Strenge Hygienemaßnahmen, begrenzte Teilnehmerzahl, Abstand und die Vorlage eines Hygienekonzeptes sind die Voraussetzungen die erfüllt sein müssen, um üben zu dürfen.

Die geringe Teilnehmerzahl hat nicht nur den Vorteil, dass das Ansteckungsrisiko verringert ist sondern auch, dass man gezielt auf jeden Teilnehmer, dessen Stärken und Schwächen eingehen kann.

Trotzdem hofft die Schiltberger Wehr, dass bald wieder Übungen im „normalen“ Rahmen abgehalten und vor allem auch wieder die Kameradschaft nach den Übungen gepflegt werden können. Schließlich lebt eine Feuerwehr von der Kameradschaft untereinander.

Bericht: Sophie Schmid

 

Geräte-Bingo die erste!

 

PKW-Stabilisieren bei Mondenschein :-) 

 

Geräte-Bingo die zweite!

 

Geräte-Bingo die dritte! 

 

 

 

 
Samstag, 27. November 2021